#30 Bannwaldsee bei Füssen im Allgäu

Eigentlich sollte es Berlin werden, doch dann kurzfristig die Wende. Es ging ins schöne Allgäu an den Bannwaldsee bei Füssen.

Tja, unverhofft kommt dann doch öfters. Erst hatte ich Karten für die IFA in Berlin. Dann sollte ich auch noch Donnerstag beruflich in die Hauptstadt. Doch dann hat sich alles zerschlagen und die Wetteraussichten für den Nordosten waren auch nicht so prickelnd. Dafür sollte uns im Südwesten die Sonne 12 Stunden/Tag beglücken. Kurz überlegt und los ging’s 🙂

Richtung Südwesten war dann ja schon mal klar, aber wohin genau? Am Bodensee waren wir heuer ja schon ein paar Mal, was also ausschied. In der Ecke bei Füssen waren wir jedoch noch nie. Also auf dorthin und genauer gesagt, an den Bannwaldsee ins Schwangau. Kurz gegoogelt und schon war auch der Stellplatz entdeckt. Wir fuhren an den Camping Bannwaldsee.

Wir kamen am Freitag den 1. September so gegen 16:30 Uhr an. Nachdem wir unseren Platz gesucht, gefunden und bezogen hatten, machten wir nun noch eine Runde im Campingplatz und vorne am Ufer des Sees. Und natürlich gab es auch Aperol – vorher und nachher 🙂 Abendgegessen haben wir dann im Bannwaldsee Stadl.


Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging’s dann auf die Räder und los Richtung Schloss Neuschwanstein.

Helme auf, Kasti absperren und mit vollgeladenen Akkus ging’s los.

Schon von weitem konnte man das Märchenschloss sehen und der Radweg führte schnurstracks auf sie zu. Ein schöner, sonniger Tag stand uns bevor und eine Radtour ist doch da genau das Richtige.

Es ist schon ein toller Blick dort hoch zum Schloss. Der Ludwig wusste schon, wo es richtig schön ist. Schade nur, dass das wohl auch hunderte anderer aus Nah und Fern entdeckt haben.

Fahren wir hoch und schauen uns das Schloss an, oder begnügen wir uns mit Schloss Hohenschwangau? Wir hofften, dass beim zweiten, etwas weniger bekannten Schloss a bisserl weniger los ist.

Und in der Tat ging es mit dem Besucherandrang. Klar, wir waren nicht alleine, aber es hielt sich erstaunlicherweise echt im Rahmen. Was wir uns dennoch gespart haben, war der das Innenleben des Schlosses, den dafür hätten wir uns locker über 1 Stunde anstellen müssen 🙁

Traumhaft schön und deshalb nicht verwunderlich, dass der Ludwig die Schlösser hierher baute, ist es am Alpsee. Wir fuhren mit den Rädern ein gutes Stück um den See. Eine Einkehr mit Kaffee und Kuchen durfte natürlich nicht fehlen.

Nach unserem Aufenthalt bei den Königsschlössern ging es weiter Richtung Füssen. Auf dem schönen Radweg dorthin kamen wir am

Nächste Station war der Lechfall in Füssen.

Man hört es schein von Weitem und es ist ein Getöse ohne Ende, wenn man dann auf der Fußgängerbrücke über den Lechfall steht.

Unvorstellbar, wie viel Kubikmeter Wasser in der Sekunde dort hinunterstürzen.

Nach diesem beeindruckenden Naturschauspiel ging’s dann weiter zum Forggensee.

Den Abend ließen wir es langsam und gemütlich bei einem Spielchen Rommikub und Aperol ausklingen. Später gabs noch einen herrlichen Sonnenuntergang über dem See.


Nach dem Aufstehen am nächsten morgen stellte ich fest, dass ich mit in der Kniekehle einen Zecken eingefangen hatte. Oh weh, dachte ich mir und machte mich auf den Weg zum Sani, der exklusiv jeden Tag auf dem Campingplatz ist. Ein super Service, den ich gerne genutzt habe und jedem bei Bedarf empfehlen kann. Als Belohnung für meine Tapferkeit gönnte ich mir auch gleich neue Flipflops 🙂

Für unseren letzten Tag hatten wir eine Tour auf Tegelberg, den Hausberg von Schwangau ausgesucht. Wir fuhren mit den Rädern bis zur Talstation der Tegelbergbahn und bestiegen die Gondel. Oben angekommen, bot sich uns eine wundervolle Aussicht über das Schwangau.

Von hier oben sah der Bannwaldsee schon ein wenig klein aus, wobei der Forggensee im Hintergrund nicht recht viel größer wirkte.

Auf jeden Fall war hier oben am Berg ganz schön was los. Zahlreiche Paraglider und Drachenflieger waren am Start. Da kann man schon mal eine gnaze Weile zusehen.

Auf unserer Wanderung hier oben auf dem Tegelberg hatten wir immer wieder einen herrlichen Blick hinein in die Allgäuer Alpen und hinunter ins Tal zu den beiden Seen. Am Ende durfte dann auch eine Einkehr und Stärkung im Tegelberghaus nicht fehlen.

Ein schöner Wochenendausflug von Donnerstag bis Sonntag war dann schon wieder vorbei und wir machten uns gegen Sonntagmittag auf den Weg nach Hause. Wir können den Campingplatz hier am Bannwaldsee und die Gegend nur wärmstens empfehlen. Es lohnt sich allemal, auch ohne Besuch von Schloss Neuschwanstein 🙂

Als dann, Servus und Ciao bis zu unserer nächsten Tour. 
Eure Anni & Euer Tom 🙂